Studie belegt Potenziale: Wie Sachsen mit Zero Waste Ressourcen und Klima schützen kann

Die INTECUS GmbH Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management hat im Zeitraum 2020-2025 im Auftrag des Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) eine Zero-Waste-Studie für den Freistaat Sachsen erarbeitet, die nun veröffentlicht wurde. Am Projekt wesentlich beteiligt waren Kolleginnen und Kollegen von ARGUS Statistik und Informationssysteme in Umwelt und Gesundheit GmbH und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH sowie von Prognos AG, INFA GmbH und Ramboll. Mit der Studie wird erstmals eine umfassende Datengrundlage vorgelegt, um Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling im Freistaat systematisch voranzubringen. Auf Basis detaillierter Abfallanalysen wurden Potenziale entlang der gesamten Entsorgungskette identifiziert. Untersucht wurden unter anderem Rest- und Bioabfälle, sperrige Abfälle, Elektroaltgeräte sowie getrennt erfasste Wertstoffe aus privaten Haushalten. Zentrales Ergebnis: In Sachsen bestehen erhebliche Potenziale, Abfälle zu vermeiden und Wertstoffe besser zu erfassen. Allein im Restabfall stecken weiterhin große Anteile organischer Abfälle und Wertstoffe, die durch bessere Trennung und höhere Anschlussquoten – etwa bei der Biotonne – erschlossen werden könnten. Die Zero-Waste-Strategie gliedert sich in vier Teile: 🚮 Siedlungsabfälle als analytische Basis, 💡 Bioabfälle mit Fokus auf Mengensteigerung, Qualität und hochwertiger Verwertung sowie Empfehlungen für eine verbesserte Getrenntsammlung und hochwertige Verwertung, 💡 Wert- und Problemstoffe mit dem Ziel einer besseren getrennten Sammlung und Verwertung, 💡Abfallvermeidung und Vorbereitung zur Wiederverwendung, ergänzt durch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mit über 200 Beispielen. Aus der Studie lassen sich fünf strategische Schwerpunkte ableiten: ♻️ Stärkung von Abfallvermeidung und Wiederverwendung, ♻️ Reduzierung von Lebensmittelabfällen, ♻️ bessere Bio- und Wertstoffsammlung, ♻️ Ausbau von Wiederverwendung und Recycling sowie ♻️ verstärkte Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Flankiert wird die Strategie durch Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene, insbesondere durch die sächsische Förderrichtlinie Kreislaufwirtschaft. Damit schafft die Studie nicht nur Orientierung, sondern auch konkrete Ansatzpunkte für Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf dem Weg zu weniger Verschwendung und mehr Ressourcenschutz. Informieren Sie sich gern unter Zero-Waste-Studie Sachsen.